Heute wieder erinnert

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    • Hallo,
      nachdem ich mich im Forum etwas orientiert habe, möchte ich einen Beitrag zitieren, der einiges beschreibt, warum ich heute, 10 Jahre nach OP, Antworten für den Grund der Beschwerden suche. Befürworter der OP's begründeten die Notwendigkeit einer OP mit der Reduzierung der Begleiterkrankungen. Sicher, Schlafapnoe ist zurückgegangen.....und wiedergekommen.

      Es dauerte einige Jahre, bis ich es in die Sprechstunde eines Endokrinologen geschafft hatte. Es gab Befunde an den Nebenschilddrüsen, Vitamin B12 und D Mangel, und die Feststellung Mineralisationsstörung (Osteomalazie).
      Ich habe Vitamin D bekommen, das war's beim Endokrinologen.
      B12 Spritzen habe ich mir selbst gekauft.
      Ein Arztwechsel folgte dem anderen.
      Eine Ärztin forderte sogar die Bezahlung der Laborwerte.
      Inzwischen bin ich bei einem ganz jungen Arzt , der erklärt die Vorgänge, Spritzen und Medikamente verordnet er zu Lasten der KK.
      Damit hat sich für mich einiges verbessert.
      Trotzdem glaube ich, einige Beschwerden werden nicht ernst genommen, weil man nicht genügend Sport macht, also untrainiert ist. Also gehe ich seit einem Jahr jede Woche zum Sport, außerdem bin ich viel im Garten und zusammen mit meinem Mann bewohnen wir ein kleines Häuschen. Da bin ich täglich den ganzen Tag auf den Beinen.
      Aber der junge Arzt meinte ich müsste Muskeln aufbauen und Krafttraining machen, na ja auch das versuche ich noch.

      Die Nachsorgesprechstunde bei den Chirurgen bietet auch keine Lösung an, außer Ernährungsberater.

      Das unten genannte Zitat bestärkt mich in der Annahme, bei den OP's wird viel durcheinander gebracht und des Ergebnis ist nicht durchschaubar.
      Medikamente wirken nicht oder nur vermindert, der Magen lässt die Nahrung zu früh in den Darm und die Verdauungssäfte wirken an der falschen Stelle (meine laienhafte Vorstellung). Aber woher kommen sonst Krämpfe im Bauch, Kräfteverfall , Knochenschmerzen usw.

      Es ist vieles noch nicht erkannt, dazu müssten aber die Beschwerden genau zu untersucht werden.
      Das passiert aber zu wenig.
      Ich schließe mich dem Satz von mopsmamma an:

      Willkommen in der bitteren Realität der Langzeit-AC

      Unberücksichtigt bleibt auch der seelische Zustand:

      Nach der OP ist man gut drauf und hält die Empfehlungen diszipliniert ein.Die Ggewichtsreduzierung funktioniert.
      Das Umfeld stimmt, meint man. ....
      Nicht immer erkennt man , wen man vor sich hat. Heute erzählt man ganz vertraut persönliche Dinge und ein wenig Später werden die Tatsachen verdreht und gegen einen verwendet.
      Das hat mich so umgehauen, dass ich heute, 7 Jahre danach den damaligen Zustand nicht erreichen konnte.
      Ich kann wieder fröhlich sein, aber die neuen Kilos werde ich nicht los.


      Vielleicht hat jemand andere Erkenntnisse zu dem Problem Langzeit AC?

      Ich kenne natürlich auch Personen, die haben nach der OP nie Schwierigkeiten gehabt, es muss nicht jedem nach 10 Jahren schlecht gehen, nur für diejenigen, die sich zur OP entschließen.


      Lg Undine


      mopsmamma schrieb:

      ........... Es ist nunmal den Chirurgen shitegal was langfristig passiert, es wird halt munter weiter operiert, bis zum Exitus, oder auf die Psychoschiene geschoben oder an Internisten weitergereicht, ist halt kein OP-Problem mehr

      Ich hatte zuletzt eine ganz nette Unterhaltung mit einem Arthrose-Spezialist, seiner Meinung nach ist Arthrose eine klare Kontraindikation für Bypässe weil die Medis die wir nehmen müssen, von Ibuprofen am Anfang über schwerere Geschütze später, Cortison, Codein etc absolut nicht mit einem Bypass. Obendrauf meinte er, wir würden im Immunsystem so verstümmelt sein durch die Darmpfuscherei dass die Medis kaum noch eine Chance haben, sauber zu funktionnieren. Toll, nee? Das erfahre ich 9 Jahre nach OP "Negativ" :(

      NB, Arthrose hatte ich schon vor OP, ich hab es klar und deutlich vermerkt bei den Krankheiten, hat sich keine Sau dafür interessiert - Ich kann nur meinen Standardsatz wiederholen. Willkommen in der bitteren Realität der Langzeit-AC

      Zu den Säureblockern: Mein Chirurg verschreibt gerade 4 Wochen nach OP Medikamente, dann muss der Patient antreten für eine Untersuchung und Ernährungsberatung und nur noch in Ausnahmefällen wird was weiter gegeben, der Doc ist der Meinung, wie die meisten hier in Belgien, dass der Schmerz ein sehr guter Lehrmeister ist um seine Ernährung anzupassen; Du lernst nämlich sehr schnell welche Speisen, Getränke oder Kombis dir nicht bekommen und du passt dich an deine OP an, statt den Körper zu vergewaltigen weil du irgendwas reinstopfst. Wenn er liest dass einige Patienten jahrelang Omep 40 oder mehr schlucken ohne jemals die Ernährung spezifisch auf ihre Situation angepasst zu haben, da kann er nur mit dem Kopp schütteln. Ich auch.

      wiwi
    • Hallo Undine,
      ganz so lange wie du bin ich noch nicht operiert, es sind 6 Jahre jetzt bei mir,
      aber einiges was du schreibst kann ich seh gut nachempfinden.

      Zu Anfang im 1./2. Jahr nach OP ist noch alles ziemlich rosarot,
      aber die Probleme der Langzeitoperierten sind doch ein wenig anders.

      Vielleicht haben wir Glück und die Adipositaszentren stellen sich ein wenig mehr auf unsere Bedürfnisse ein.